Hauptsache Glücklich! Die mobile Bandsäge von Logosol
Ein Artikel aus der Zeitschrift Holzkurier Ausgabe 34/2010 www.timber-online.net
Mobile Bandsäge mit ausgeklügelten Details
Gefällte Bäume auch gleich selbst einschneiden – das ist mit den Geräten des schwedischen Unternehmens Logosol möglich. Das bewährte Konzept der Mobilbandsäge wurde nun mit moderner Technik überarbeitet.
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Als Neuentwicklung einer 20 Jahre alten Maschine bezeichnet Henrik Sigurdson, Geschäftsführer der deutschen Logosol-Niederlassung in Bad Saulgau die Mobilbandsäge LMPro. Diese ist in Zusammenarbeit mit dem kanadischen Unternehmen Norwood, Kilworthy/CA, entstanden, das sich ebenfalls auf mobile Sägewerke spezialisiert hat. „Das Gefühl, einen Baum zu fällen und danach selbst aufzusägen, ist unbezahlbar“, ist Sigurdson überzeugt. Die LMPro ist genau dafür konzipiert: Ein Stamm bis 85 cm Durchmesser liegt am Rahmen, während der Sägeschlitten mit Horizontal-Bandsäge Brett um Brett abtrennt.
Die Steuerung erfolgt ohne Elektronik (Sigurdson: „Die macht nur Probleme.“) per stufenlos regulierbarem Reibungsvorschub. Bei der Rückfahrt des Sägeschlittens kann das Brett mitgenommen werden, was den Arbeitsablauf erleichtert. Letzteres zählt zu den Neuentwicklungen der LMPro, die erst kürzlich eingeführt wurden.
Beschichtete und größere Bandrollen
Nachdem sich das Mobilbandsägen-Konzept seit zwei Jahrzehnten bewährt hat, wurde bei der Überarbeitung Fokus auf Details gelegt. Ein Beispiel sind die Keramik-Blattführungen. „Normalerweise findet man dies nur bei größeren Stationär-Bandsägen“, erklärt Sigurdson. Der Vorteil liegt bei der längeren Lebensdauer und besseren Schnittgenauigkeit. Die vergrößerten Bandrollen (Ø 520 mm) erlauben stärkere Bandsägeblätter oder erhöhen die Lebensdauer. Die Rollen sind mit Polyurethan (PU) beschichtet. „Die Schicht ist sehr verschleißfest“, schildert Sigurdson. „Der Vorteil dabei ist, dass das Sägeblatt ruhiger läuft. Das bedeutet weniger Vibrationen und eine deutlich reduzierte Geräuschbelastung.“
Ausgeklügelte Antriebslösung gefunden
Eine bemerkenswerte Lösung wurde für den Elektroantrieb gefunden. Zum Einsatzort der LMPro führen schon mal einige Verlängerungskabel. Damit die Stromversorgung nicht vom hohen Einschaltstrom überfordert ist, sind auf der Mobilsäge zwei Elektromotoren montiert, die nacheinander anfahren. Die Gesamtleistung beträgt je nach Ausführung 8 oder 12 kW. Alternativ kann die Säge von einem 23 PS-Viertakt-Benzinmotor angetrieben werden.
Auf dem beidseitig geführten Schlitten ist optional ein Aggregat für Profil-Hobelarbeiten montierbar. Damit lässt sich mit nur einer Maschine ein Stamm bis zur Blockhausbohle verarbeiten, präsentiert Sigurdson stolz. Man merkt, dass dem gebürtigen Schweden der skandinavische Holzbau am Herzen liegt. Erst seit 1999 ist er in Deutschland, wo er den Markt für das schwedische Unternehmen maßgeblich aufgebaut hat. Vom oberschwäbischen Standort aus werden auch Österreich und die Schweiz betreut.
„Unser Erfolgsgeheimnis ist wohl eine Mischung aus Preispolitik und technologischer Einzigartigkeit“, erklärt der Geschäftsführer. „Ich habe zu vielen Kunden ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut. Hauptsache ist, dass die Kunden mit unseren Maschinen glücklich sind. Über Mundpropaganda werden wir oft weiterempfohlen.“
Für unterschiedliche Kunden interessant
Über mangelnden Erfolg braucht sich Logosol nicht zu beklagen. Für die Mobilsägen, die in Kanada gebaut werden und in Deutschland das Fahrwerk bekommen, gibt es schon eine regelrechte Warteliste. „Unsere Kunden sind Forstbesitzer, Drechsler, Schreiner, Lohnsäger oder einfach Holzliebhaber. Manche schneiden aber auch ihr Bauholz selbst ein“, beschreibt Sigurdson abschließend. Auf der Holzmesse in Klagenfurt ist Logosol am Stand von Neureiter, Kuchl und Söding, vertreten.

