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Erfolgsgeschichten

Acht Laks-Sägen produzieren 30.000 Kubikmeter Holz im Jahr

Die große Herausforderung bei Industrieprojekten in Entwicklungsländern ist, eine einfache und beständige Technik für kleinstmöglichen Kosten und gleichzeitig größtmöglicher Produktivität und Qualität zu finden. Klas Bengtsson hat diese Herausforderung zu seiner Lebensaufgabe gemacht. In Tansania entstand so eine neue Anlage mit acht Gattersägen von Laks, die sich bereits nach acht Monaten gerechnet haben und heute 30.000 Kubikmeter Schnittholz pro Jahr produzieren.

 

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Acht Gattersägen verwandelten eine verwilderte Kiefernplantage in eine rentable Waldwirtschaft mit extrem niedrigen Investitionskosten. Das Sägewerk startete 2005 und produziert heute 30.000 Kubikmeter Schnittholz pro Jahr.
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Kalle Laks bildet in Tansania das Personal vor Ort aus.

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„Es ist schlechter Umweltschutz, die Wälder sich selbst zu überlassen“, sagt Klas Bengtsson, der heute mit Hilfe von Logosol zwei Projekte in Südamerika betreut und dort den Wald verantwortungsvoll und nachhaltig nutzt.
 

Einst hatte Klas einen Forschungsauftrag an der Schwedischen Landwirtschaftsuniversität in Uppsala. Heute ist er Geschäftsführer bei SSC Forestry, einer Gruppe von Unternehmen mit Mutterfirma für schwedische Waldzertifizierung, die in der ganzen Welt tätig ist. Diese Organisation setzt sich für eine nachhaltige Waldwirtschaft ein, beispielsweise erteilt sie Umweltzertifizierungen für Waldwirtschaftsbetriebe und leitet Projekte für Waldveredelung und für eine verantwortungsvolle Vermarktung. „Den Wald nicht zu pflegen, ist kein guter Umweltschutz“, sagt Klas. Ein Wald sollte verbrannt werden Vor fünf Jahren hat SSC Forestry in einem Projekt in Tansania mitgewirkt. Das Problem war ein großer Kiefernwald, der gepflanzt wurde, ohne an die Zukunft zu denken. Diese Plantage war in einem schrecklichen Zustand. Der Besitzer überlegte, alles niederzubrennen und stattdessen Eukalyptus anzubauen. Ein Plantagenwald geht nach 20 Jahren kaputt, wenn man ihn nicht pflegt. SSC Forestry hat stattdessen einen dreiteiligen Vorschlag gemacht. Ein Wald muss optimal und nachhaltig gepflanzt und gepflegt werden. Der komplette Waldbestand, übrigens der erste in Tansania, wurde nach dem Forest Stewardship Council (FSC) Schritt für Schritt umweltzertifiziert. Man hat für Teile des Waldes Exportkunden gefunden, die das Holz als Konstruktionsholz nutzten. Jedoch konnten die daraus resultierenden Einnahmen nicht die Investitionskosten für ein großes Sägewerk aufwiegen.

„In Entwicklungsländern fehlt die Infrastruktur und das notwendige Know-how, um eine große Anlage in dieser Größenordnung zu betreiben“, sagt Klas.

Die Lösung des Problems bestand stattdessen aus acht Gattersägen von Laks und einer gebrauchten Bandsäge, um die Blöcke herzustellen. Die Gattersäge von Laks ist eine einfache und stabile Konstruktion von hoher Kapazität, hoher Maßgenauigkeit und sehr schöner Schnittoberfläche.

Die Gattersägen in Tansania wurden wie in einem Rollbahnsystem aneinandergereiht. Der Vorteil dabei ist, dass die Blöcke leicht zwischen den Sägeeinheiten verschoben werden können, sodass jede Sägeeinheit optimal ausgelastet werden kann. „Der Grundgedanke war, dass für eine ungestörte Produktion immer eine Gattersäge für laufende Wartungsarbeiten still stehen sollte“, sagt Klas. Diese Anlage wurde bereits vor fünf Jahren in Betrieb genommen und bescherte dem Betreiber einen sofortigen Erfolg. Die gesamte Investition konnte schon nach acht Monaten mit einer Jahresproduktion von 30.000 Kubikmetern Schnittholz bezahlt werden. Diese Anlage ist noch immer in Betrieb, jedoch mit neuen Besitzern. Und die „wertlosen“ Kiefernplantagen bescherten Tansania ein beträchtliches Exporteinkommen. Die Plantage, die vor ein paar Jahren noch keinen Käufer fand, konnte 2007 nach geringen Investitionen für umgerechnet 12 Millionen Euro verkauft werden. Inzwischen betreibt SSC Forestry ein ähnliches Projekt in Chile in kleinerem Umfang. Und wieder ist es eine Laks- Gattersäge, die im Mittelpunkt des Projektes steht. „Wir haben bis jetzt keine bessere Lösung mit so niedrigen Investitions- und Betriebskosten pro produziertem Kubikmeter gefunden“, sagt Klas.

Trocknen mit perfektem Ergebnis Die große Herausforderung in Chile ist das Trocknen von Schnittholz. Verschiedene Methoden sind getestet worden, das beste Ergebnis hat man mit dem Holztrockner der schwedischen Firma Sauno gemacht, der jetzt auch von Logosol vertrieben wird.

Es handelt sich in Chile um sehr schöne, wertvolle Holzarten,die aber schwer zu trockenen sind. Das Trocknungsergebnis war zur Freude aller hervorragend. Jetzt versucht man die Stromkosten zu senken, indem man teilweise Biobrennstoffe nutzt. Bei niedrigen Kosten lohnt es sich, auch kleinere Stämme zu veredeln. Dies macht es heute möglich, Werte aus einstmals wertlosen Wäldern zu ziehen, und ermöglicht Waldbesitzern, Waldpflege zu betreiben.

In Süden von Chile gibt es viele Beispiele, wie Naturwälder Jahrhundertelang ausgeblutet wurden, mehrere Male hat man die wertvollsten Bäume abgeholzt und dann die Wälder sich selbst überlassen. Heute wird enorm viel Geld in Waldplantagen auf der ganzen Welt investiert. Ziel ist es in erster Linie, Bäume zu pflanzen, um die Lungen der Erdkugel zu regenerieren und Kohlendioxid zu binden.

Aber viel zu oft wird immer noch die Nachhaltigkeit außer Acht gelassen. Dazu fehlt vielfach auch noch das Know-how: Wie muss ein Wald gepflegt, wie soll der Einsatz finanziert und wie sollen die Bäume in der Zukunft verwendet werden? SSC Forestry betreibt auch ein Projekt in El Salvador, das mit der Arbeit in der Baumschule beginnt und bis zum fertigen Produkt weiterbetrieben wird.

Die Bepflanzung in der Baumschule ist bereits angelaufen. Der nächste Schritt ist es, ein Sägewerk nach dem erprobten Modell mit einer Ausrüstung von Logosol aufzubauen. Klas Bengtsson arbeitet seit Anfang der Neunziger mit Logosol zusammen. Bereits als Forscher auf der Landwirtschaftsuniversität nutzte er das Logosol- Sägewerk als ein Werkzeug in der Ausbildung und Forschung, genauso später als Berater für Waldwirtschaftsbetriebe und Waldbesitzer.

Seine „Schüler“ sollten das Potenzial ihrer Wälder kennen und verstehen lernen und es umweltverträglich vor Ort bearbeiten können Klas Wunsch, das Logosol-Sägewerk als Gepäckstück im Flugzeug dabei zu haben, wurde durch einen zweiteiligen Führungsholm – mit einem Verbindungsstück in der Mitte – gelöst. Inzwischen sind alle Logosol-Sägewerke damit ausgestattet. *
 

 

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